Benutzer:Homo Faber/irc-anleitung3

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Das ist ein komplettes HowTo für alle, die regelmäßig und bequem in den IRC kommen wollen

Das hier beschriebene (und empfehlenswerteste) Programm heißt XChat, es hat mehrere große Vorteile:

  • kostenlos
  • sehr einfach zu bedienen
  • intuitive Oberfläche
  • individuell gestaltbar
  • für Windows, Linux und Mac verfügbar
  • regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches
  • OpenSource, d.h. jeder kann den Quellcode einsehen und das Programm verbessern, das gewährleistet einen langen und hochwertigen Support
  • etwa 2MB Speicherplatz-Bedarf
  • und sieht etwa so aus:

Bild:Xchat running.png

Inhaltsverzeichnis

Download

Den offizielle Download findet man unter http://www.xchat.org/download/. Dort ist der beste Ort, um sich eine aktuelle Version von XChat für Linux zu besorgen, allerdings ist die dort angebotene Version für Windows kostenpflichtig!

Bild:Xchat download auswahl win.jpeg
Hier besser nicht runterladen

Windows

Für Windows nimmt man daher besser den folgenden Download, die dort angebotene Version ist kostenlos und hat den selben (vollen) Funktionsumfang:

http://www.silverex.org/download/

klickt auf der Seite auf den folgenden Link, dabei kann die Versionsnummer je nach aktualität auch Variieren:

Bild:Xchat download other win.jpeg

Linux

Für Linux gibt es diverse Möglichkeiten, XChat zu bauen. Als besondere Distribution wird hier Debian-Linux unterstützt, dafür stehen auf der Hauptseite ständig aktuelle Downloads bereit:

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit des 'selbst-kompilieren' mit Source-Dateien oder für manche populären Distributionen vorgefertigte RPM-Files, die insbesondere den Linux-Neulingen zu empfehlen sind. Damit befassen wir uns aber erst in einem späteren Kapitel (Fortgeschritten, s.u.), jemand der Linux nutzt sollte diese Fähigkeiten eh auf lange Sicht selber entwickeln.

Installation

Windows

Diese Installation ist am einfachsten, einfach Doppelklick auf den Installer und den Anweisungen folgen. Beim Auswahlbildschirm der verschiedenen Komponenten sollte man mit Bedacht wählen. Empfohlen sind auf jeden Fall die Übersetzungen (Language Translations -> German) und das Eye Candy Theme, dass XChat etwas besser aussehen lässt. Zudem sollten zumindest die Plugins Perl und Python ausgewählt werden, eventuelle Erweiterungen könnten diese Skriptsprachen benötigen. TCL ist optional, stört aber nicht:

Bild:Xchat install auswahl win.png

Anschließend ist noch das Installationsverzeichnis zu wählen, eventl. Verknüpfungen (z.B. im Startmenü) anzugeben und auf Installieren zu klicken. Nach der Installation auf Fertig Stellen klicken und nicht unbedingt sofort XChat starten. Besser ist es, sich erstmal in Ruhe die ReadMe durchzulesen (wobei hier die Versionsinformationen vielleicht nicht unbedingt einem tieferen Verständnis dienen).

Linux

Unter Linux erfordert die Installation von XChat zum Teil etwas mehr Aufwand, ist aber dafür mit den vorgebauten Paketen gleich schnell, wenn nicht sogar schneller zu installieren. Hier genügt es, die rpm oder deb-Dateien runterzuladen, bzw. mit 'wget <Adresse>' (hier wegen wechselnder Versionsnummern nicht aufgeführt) und mit den entsprechenden Installationsprogrammen auf dem System zu installieren:

-Bild_yast_installation-

Zur Beschreibung der Installation durch einen eigenen Build siehe das Kapitel Fortgeschrittenes.

Einstellungen

Die Bedienung des Programms ist für die Windows und die Linux-Version nahezu identisch, bei eventl. Unterschieden wird explizit auf sie hingewiesen. Als erstes sollte man direkt nach der Installation die ReadMe lesen und anschließend XChat das erste mal starten:

-Bild_erster_Start-

Netzwerk hinzufügen

Vom (eventuelle vorhandenen) Begrüßungsbildschirm begeben wir uns direkt zur Netzwerk-Liste, damit wir XChat gleich auf Dauer so konfigurieren können, dass weitere Einstellungen beim nächsten Start von XChat entfallen können:

Bild:Xchat netzwerkliste ohne.png

Die diversen Einstellungen hier sind sehr von Bedeutung und erfordern daher erhöhte Aufmerksamkeit:

Bei (1) werden die Einstellungen zu den Nicknames (also den Namen, unter denen ihr im weiteren Verlauf dann letztendlich im Chat auftretet) gemacht. Das es dafür so viele Möglichkeiten gibt, hat durchaus seinen Sinn. Bei einem Verlust der Verbindung zu einem Server kann es z.B. sein, dass ihr aus dem Chat 'raus fliegt', der Server das aber nicht mitbekommt und so euren Alias noch immer als Verbunden betrachtet. Versucht ihr dann wieder zu verbinden, kann es sein, dass ihr abgelehnt werdet weil ihr ja immer noch den gleichen Namen tragt. Also werden Ersatznamen benötigt, in der Regel ist das einfach euer normaler Nick mit einem Unterstrich ( _ ) hinten drangehängt, also z.B. wie auf dem Bild.

Nummer (2) ist nun eine Liste mit bereits voreingestellten Netzwerken (vor allem die etwas größeren, mit >1000 Nutzer), wenn ihr Lust und Zeit habt, könnt ihr euch die ja mal angucken. Da der Server für das Holy-Wars IRC-Netz nicht annähernd so groß ist, müssen wir uns natürlich solch einen Eintrag erst mal schaffen. Aber erst wird gleich einmal das Häkchen vor (4) gemacht, damit sich die Konfiguration nicht bei jedem Start von XChat öffnet. Nach klick auf (3) 'Hinzufügen' wird man erst einmal dazu aufgefordert, sich einen Namen für das neue Netzwerk auszudenken. Ich habe hier einfach Holy-Wars2 genommen, dieser Name ist aber frei wählbar. Dann klickt man unter dem Button von (3) auf Bearbeiten und man landet in dem folgendem Menü.


Netzwerk bearbeiten

Bild:Xchat netzwerk hinzufuegen.png

Hier (1) müssen wir das Allerwichtigste einstellen: Die Adresse, unter der der Chat-Server zu erreichen ist. Dazu wieder auf Hinzufügen klicken und nach dem Muster eingeben:

<Adresse>/<Port>

Also wie angegeben 'irc.holy-wars2.de/6666', alternativ geht auch '85.10.246.98/6666' mit der IP anstatt der Adresse. Die Schaltfläche Nur mit dem angegebenen Server verbinden wird hier nicht benötigt, da wir nur mit einem Server verbinden.

Das nächste Wichtige ist unter (2) die lokale Nickvergabe. Bei XChat kann man sowohl einen globalen Nick, als auch für jeden einzelnen Server einen Nick angeben, wobei die lokalen Einstellungen die globalen Überschreiben (natürlich nur für den angegebenen Server). Das ist nur dann nützlich, wenn man an mehreren Chat-Netzwerken gleichzeitig teilnimmt. Willst du hier keinen Nick angeben (empfohlen), aktiviere 'Globale Benutzerinformationen nutzen'.

Weiter geht es mit Verbindungseinstellungen (3). Hier sollte man wirklich ausschließlich die Einstellung 'Automatisches Verbinden mit diesem Netzwerk beim Start' aktivieren, den Rest am besten so lassen, wie es ist.

Bei (4) musst du die zu betretenden Channels angeben. Channel sind die 'Räume', in denen man spricht. Man kann in vielen Räumen gleichzeitig sein und kann dann dort schreiben und liest alles, was in diesen Channel geschrieben wird mit. Alle Räume fangen mit einer Raute an, wie z.B. der Hauptchannel des Netzwerkes, #hw2. Am besten gibst du einfach nur das ein, was auf dem Bild zu erkennen ist. Die Räume werden mit einem Komma, ohne Leerzeichen voneinander getrennt.

WICHTIG! Diese Einstellungen sind statisch, d.h. sie gelten nur für den Verbindungsaufbau. Bist du einmal mit dem Server verbunden, kannst du die Räume, Nicknamen und weiteres, nur noch über den Server und nicht mehr über diese Einstellungen ändern. Die dafür benötigten 'Kommandos' erfährst du weiter unten, unter Fortgeschrittenes!

Nummer (5) und (7) sind erst einmal uninteressant, sie können leergelassen werden. Ihre Bedeutung wird weiter unten erklärt.

Nummer (6) ist komplizierter und benötigt eine etwas weiter ausgeholte Erklärung: Wie kann man garantieren, dass hinter dem Nick A auch wirklich die Person steckt, die sonst immer A als Nick benutzt? Dazu kann man sich seinen Nick beim Server registrieren lassen und diese Registrierung ist mit einem Passwort geschützt, dieses kannst du hier bei (6) eingeben. Der Service, der sich dahinter verbirgt heißt NickServ, und ist auf 90% aller Chat-Server vorhanden, so auch hier. So gut wie jeder, der IRC öfters nutzt, hat seinen Nick registriert. Dazu muss man allerdings auch mindestens einmal zum Server verbunden gewesen sein, da man ja seinen Nick dem Server mitteilen muss. Die Registrierung ist detailliert unter 'Fortgeschrittenes' erklärt, momentan kann das Feld aber leer gelassen werden, da ihr nirgends registriert seid. Ihr könnt allerdings auch jederzeit in #hw2 nachfragen, wenn es Probleme oder Unverständlichkeiten geben sollte.

Den Zeichensatz (8) ignorieren wir ebenfalls geflissentlich, und schließen das Fenster wieder mit Schließen...

Jetzt sollte wieder das Menü von vorhin zu sehen sein, mit einer Ergänzung in der Netzwerkliste, nämlich der, die wir eben hinzugefügt haben. Jetzt markiert den neu geschaffenen Eintrag und klickt auf Verbinden, und schon geht es los!

Bild:Xchat netzwerkliste mit.png

Fortgeschrittenes

//EDIT//

Sollte allerdings die eigene Distribution nicht unter den Aufgelisteten sein, bleibt einem meist nichts anderes übrig als XChat aus dem Quelltext zu bauen. Dafür benötigt man nur die GTK+ -Bibliotheken und unter RedHat die gtk2-devel*.rpm. Ansonsten sollte man sich mal im Internet nach anderen vorgebauten Versionen für die eigene Distribution umsehen, meist hilft hier bereits ein schnelles googeln oder eine Suche auf der Homepage der Distribution nach 'XChat'.

Unter Suse kann man sich z.B. durch hinzufügen der Installationsquelle Packman http://packman.links2linux.de/package/xchat viel Arbeit ersparen, insbesondere ermöglicht es die automatische Installation von XChat mit Yast, es gibt zudem automatische Updates inklusive. Für das hinzufügen zu den Repositories gibt es unter den verschiedenen Suse-Versionen diverse Anleitungen, man-Pages oder andere HowTo's im Internet, auch für andere Distributionen existieren solche Quellen.

Bei den Source-Dateien muss man allerdings etwas Geduld mitbringen, da hier die Rohdaten erst noch kompiliert werden müssen, was dafür aber garantiert, dass (falls das Kompilieren ohne Fehler zu beenden ist) das entsprechende Paket auch wirklich auf dem eigenen Rechner laufen wird. Dazu werden die Source-Dateien in einem temporären Ordner extrahiert, und dann die üblichen Schritte zum bauen eines Programmes in der Konsole in dem entsprechenden Verzeichnis ausgeführt:

  1. ./configure
  2. make
  3. make install

Ansonsten sollte man sich immer vorher die ReadMe durchlesen, um eventuell benötigte Abhängigkeiten schon vor der Installation aufzulösen. Anschließend kann man den temporären Ordner löschen und XChat sollte per Kommandozeile ausführbar sein. Je nach Distribution und eigenem Ermessen kann man dann noch eine Verknüpfung zu einem Startmenü herstellen, alle persönlichen Einstellungen von XChat liegen dann im Verzeichnis '/home/<nutzer>/.xchat2/' .

Persönliche Werkzeuge